Andreas H. H. Suberg

Andreas H.H. Suberg

1958 in Essen geboren
1972-78 erste künstlerische Ausbildung bei Franz Joseph van der Grinten
1978-83 Studium der Visuellen Kommunikation, Kunst und Musik an den Universitäten Gießen und Frankfurt
1981-87 Klavier- und Kompositionsstudium an Dr. Hochs Konservatorium, Frankfurt; Komposition bei Gerhard Schedl
1986-93 Kompositionsstudium bei Toni Völker sowie Klavierstudium bei Grigory Gruzman an der Akademie für Tonkunst, Darmstadt
seit 1988 Stipendien u. Auszeichnungen (Internationale Ferienkurse, Institut für Neue Musik und Musikerziehung, Darmstadt; Globusklänge Deutschland) sowie zahlreiche öffentliche Auftragsarbeiten
(.u.a. 25. Deutscher Evangelischer Kirchentag, München; Internationale Kunstmesse Moskau; Museum Schloss Moyland; KlangArt Festival, Osnabrück; Hertie-Stiftung, Frankfurt; Burgfestspiele Bad Vilbel; Stadt Langen; Stadt Gießen, Europäische Glockentage, Karlsruhe, Globusklänge – Deutschland)
1990 seit der Gründung künstlerische Leitung des Glasotronik-Projektes
seit 1992 Dozenturen für Freie und Kontrollierte Improvisation innerhalb der berufsbegleitenden Musiklehrerfortbildung in Deutschland und der Schweiz
1994-99 Studium der elektronischen Komposition bei Prof. Hans Ulrich Humpert im Studio für elektronische Musik der Staatlichen Musikhochschule Köln;
Kurse bei Marianne Schröder, Diether de la Motte, Johannes Fritsch.
2000 Aufbau des Klang Art Studios Freiburg
Lehrauftrag für interdisziplinäres Arbeiten am Institut der Künste der Pädagogischen Hochschule, Freiburg.
2005-06 Lehrbeauftragter für Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe
2009 Dozenturen im Bereich Theatermusik und Klangkunst innerhalb der Lehrerfortbildung in Baden-Württemberg, Akademie Schloss Rotenfels
2010 Preisträger des Internationalen Kompositionswettbewerbs des Forums Zeitgenössischer Musik Leipzig

Wichtigster Arbeitsansatz in Suberg's Schaffen ist die Generierung multimedialer Welten, um multisensorale Rezeptionsweisen zu ermöglichen. Sein Interesse gilt den Artikulationen in unterschiedlichen Genres bei gleichem Ausgangspunkt der Thematik. Seit 1990 entstehen neben seiner kompositorischen Arbeit Installationen und Objektkunst, die in einem oszillierenden Verhältnis mit seinem kompositorischen Werk verzahnt sind, ohne ihren autonomen Charakter einzubüssen. Die meisten dieser Arbeiten haben einen medienkritischen Ansatz.

Seine Arbeit wurde durch Rundfunk- und Fernsehportraits/ -produktionen und Mitschnitte (HR 2, WDR 2, FFH, SWF 3, ARD, Hessen 3, RTL Plus, Südwest 3, Bayern 3, BR 2, WDR 3 u.a.), durch Konzertbeiträge bei Festivals für Neue Musik (u.a. Internationale Ferienkurse, Hauptarbeitstagung für Neue Musik und Musikerziehung und Tage für Neue Musik, Darmstadt; Internationale Percussiontage, Maintal; Rheinisches Musikfest, Köln; KlangArt Festival Osnabrück; Herrensitzspektakel; Niederrhein, mehrklang Festival Freiburg 2011), durch Konzertbeteiligungen und Portraitkonzerte im In- und Ausland (Niederlande, Frankreich, England, Russland und Schweiz), durch Ausstellungen (u.a. Patio Galerie. Neu Isenburg; Galerie Alte Mühle, Bad Vilbel; Leopold Hoesch Museum, Düren; Museum Schloss Ettlingen; Art Cologne; Internationale Kunstmesse Moskau; Art Karlsruhe; E-Werk, Freiburg; Messmer Foundation, Kunsthalle Riegel, Elisabeth Schneider Stiftung, Freiburg) sowie Katalog- u. Zeitschriften-Publikationen (Lineamente, Langen 1990; Glasotronik, Patio Verlag, Neu Isenburg, 1992; Glasotronik- colis fragile, Leopold Hoesch Museum 2005; L'art fragile – Neue Zeitschrift für Musik, Schott Musik Verlag, Mainz) und CD-Veröffentlichungen (Signalstrom + - , Museum Schloss Moyland 1998; HAUS-Musik, 2005, TURM-Musik, 2009, Glasotronik-Fragile Klänge, Schott / Wergo / Mainz 2009) dokumentiert.

Neben seinem kompositorischen und künstlerischen Schaffen, das durch den Diskurs um Klang-Material und Material-Klang bestimmt wird, den Grenzgang zwischen Bildender Kunst und Musik auslotet und seinen Niederschlag findet in Solo- und Kammermusik, Kammerorchester-, Orchester- und Vokalkompositionen, elektronischer und elektroakustischer Musik, Performances, Musikaktionen und –videos, Klang/Raum/Video-installationen und Klang-Objekten sowie Film- und Theatermusik, arbeitet Suberg seit 1998 mit im Nachlass René Acht und war seit 1991 kuratorisch wie redaktionell an diversen Ausstellungen und Publikationen mitbeteiligt (u.a. Joseph Beuys, Denken ist bereits Plastik, Langen 1992; René Acht - Scherenschnitte 1968-98, Freiburg, 2003; René Acht. Werke aus sechs Jahrzehnten, Bielefeld 2004).
Er lebt und arbeitet in Freiburg im Breisgau und in Vaudrémont, Champagne.